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Das Brünnenquartier bildet eine Ergänzung der Wohngebiete im westlichen Stadtteil Bümpliz / Betlehem bei Bern mit insgesamt 33‘000 Einwohnern. Die Überdeckung der Autobahn A1 auf einer Länge von 500m war die Voraussetzung für die Überbauung Brünnen mit ca. 18 neuen Baufeldern. Die nach Norden abfallende Hanglage des Baufeld 5 liegt in der Mitte dieses neuen Quartiers, südlich angrenzend an den Le-Corbusier-Platz.
Drei Wohngebäude flankieren die Baufeldgrenzen nach West, Ost und Nord. Zum Le-Corbusier-Platz entsteht ein viergeschossiges Kopfgebäude. Es werden differenzierte Aussenräume geschaffen: Gewerbe und Gastronomie zum Le-Corbusier-Platz, Vorgärten mit Aufenthaltsqualität im Zugangsbereich des Ost- und Westflügels, wo Gemeinschaftsgärten für die Geschosswohnungen mit direkt angrenzenden Waschküchen / Gartenzimmern entstehen, sowie ein Innenhof mit eigener Topographie, die sich aus der darunter liegenden Einstellhalle mit Hofwiese ergibt. Zugehörend zur Hofwiese sind erhöhte und dadurch intimisierte private Gärten der Hochparterrewohnungen, die gleichzeitig als Pflanzkoffer für diverse Obstbäume fungieren. Im Süden liegt inmitten einer Blumenwiese der geforderte Gemeinschaftsraum in Form eines kleinen Pavillon im Halbschatten grosser Bäume. Er bildet mit seiner chaussierten Aussensitzfläche den Übergang zwischen Quartiersnachbarschaft und Innenhof. Architektur und Ausdruck werden durch die terrassierte Schnittfigur der Baukörper geprägt. Französische Fenster, grosszügige Balkone und der stoffliche Sonnenschutz erschaffen eine wohnliche Atmosphäre. Die horizontale Gliederung der verputzten Fassade mit Geschossbändern aus Kunststein macht die vorhandene Topographie vor Ort auch am Gebäude selbst erfahrbar. Innenräumliche Qualitäten ergeben sich neben den grosszügigen Fensteröffnungen mit vorgelagerter Balkonschicht aus der zweiseitigen Ausrichtung der 3.5 und 4.5 Zi. Wohnungen. Diese wird über zwei Doppelflügeltüren im Inneren verstärkt, die eine offenere Wohnatmosphäre gestatten.

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