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Die Stadt Zürich plant mit der Wohnsiedlung Hardau I in Zürich - Aussersihl einen Ersatzneubau mit mehrheitlich familiengerechten Vierzimmerwohnungen, einem Kindergarten, Gewerberäumlichkeiten, Ateliers und Musikzimmer sowie einem Gemeinschaftraum. Die Wohnsiedlung befindet sich im Stadtkreis 4 im Quartier Hard an der Schnittstelle zwischen Quartiererhaltungszone mit Blockrandbebauung und Wohnzone. Sie liegt am Rande des kompakten Stadt- körpers zwischen der Wohnsiedlung Hardau II, mit den bis zu 92 Meter hohen Türmen aus den Jahren 1976-78, und der städtischen Grossiedlung Bullingerhof aus den 1920er-Jahren. Die wichtigsten Freiräume sind der direkt an den Wettbewerbsperimeter angrenzende Hardaupark und der Innenhof der Überbauung Bullingerhof. Eine Arealüberbauung mit erhöhter Dichte gegenüber der benachbarten Bebauungsstruktur entlang der Hardstrasse und zur gegenüberliegenden Quartiererhaltungszone bildet die Ausgangslage. Diesem Masstabssprung wird mit einer städtebaulich sorgfältigen Setzung entsprochen. Ein aufgelöster Blockrand, welcher sowohl den Abschluss zum Quartier bildet, als auch über die Öffnung der Baukörper und die Gestaltung der Fassade räumlich präzise zwischen Stadt- und halböffentlichen Hofräumen differenziert, bildet das städtebauliche Grundgerüst der neuen Anlage. Eine differenziert ausgebildete Fassadengestalt verbindet die beiden neuen Baukörper optisch mit den niedrigeren Nachbargebäuden.
Ein langgezogener urban angelegter Innenhof als Platzfigur mit Baumbestand, zu der sich ein halbprivates Erdgeschoss mit Waschküchen, Zugängen, Kindergarten und Musikpavillon öffnet, bindet das Areal an Hardstrasse und die Wohnsiedlung Hardau II an. Ein grüner Erholungsort wird im zweiten intimer angelegten Hofraum mit Baumfiguren und Mietergärten für Bewohner und Kindergarten geschaffen. Zum Hardaupark werden ein Gemeinschaftsraum und Atelierräume situiert - zur Hardstrasse sind Gewerberäume in unterschiedlichen Grössen vorgesehen. Der Wohnungsschlüssel legt den gewünschten Schwerpunkt auf Vierzimmer-Wohnungen. Der entwickelte Regeltyp sieht eine „tiefe“und eine „breite“ Vierzimmerwohnung vor. Der tiefe Typ zeichnet sich durch eine zentrale Wohnküche und zweiseitige Ausrichtung aus. Der breite Typ ist mehrheitlich zum Aussenraum hin orientiert und bildet eine Enfilade entlang des grosszügigen Balkons aus. Das Erschliessungskonzept mit nach Nord- / Ost orientierten Laubengängen erlaubt wirtschaftliche Mehrspännerlösungen bei gleichzeitiger Aufwertung der Erschliessungswege.

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architekt & bauberater